„Krieg. Stell dir vor, er wäre hier“ von Janne Teller / Theater Ingolstadt
Mit Geige, Klavier, Fagott und Songs erzeugen die drei Darsteller selbst den Sound und tauchen immer intensiver in das Flüchtlingsschicksal ein. Schließlich werden transparente Wände zwischen den sich gegenüberliegenden Zuschauerreihen gezogen, auf denen in Überblendungstechniken Bilder von Kriegszerstörten Städten und marschierenden Soldaten, und schließlich die Erdkugel projiziert werden. Ausstatterin Marina Stefan und Illustratorin Theda Schoppe haben dieses suggestive Video erstellt. Aus den ersten tastenden Fragen an das Vorstellungsvermögen wird schließlich eine mit Bild und Musik emotional aufgeladene Identifikation mit der Situation des Flüchtlings, mit Fremdsein, dem Frust über den Verlust der Heimat und der Lebenschancen und schließlich eine theatralisch packende Dystopie des Krieges.
Betroffenheit und großer Applaus für diese großartige Umsetzung eines Essays auf der Theaterbühne.
Stell, dir vor, Theater kann dir helfen, dich in die Situation von anderen zu versetzen – und geh in „Krieg. Stell dir vor, er wäre hier“.
(Isabella Kreim / Kulturkanal Ingolstadt)

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